


Das Musée d'Orsay zeichnet seit 2006 alljährlich eine Dissertation, die der Kunstgeschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewidmet ist, aus. Zielsetzung dieser Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen Museen und Universitäten zu fördern und gemeinsam insbesondere junge Forscher zu unterstützen.
Die Verbreitung der Erkenntnisse dieser Dissertationen erfolgt großteils nur eingeschränkt. Obgleich manche Manuskripte maßgeblich zur Entwicklung der Forschung beitragen, sind sie der Gemeinschaft der Kunsthistoriker nicht ausreichend zugänglich. Das Musée d'Orsay möchte in Zukunft die Veröffentlichung herausragender Beiträge junger Wissenschaftler fördern.
Der Preis wird von einer Jury bestehend aus fünf Mitgliedern – Universitätsprofessoren und Konservatoren – für eine Doktorarbeit an einer Universität, der EPHE oder EHESS, der Ecole des Chartes oder für eine Abschlussarbeit des dritten Studienabschnittes der Ecole du Louvre verliehen. Die Dissertation ist gemeinsam mit dem Jurybericht, der Zusammenfassung, einer Liste mit den Veröffentlichungen des Autors und einem Beiblatt, auf denen aufgeführt wird, welche Änderungen er für die Veröffentlichung vornehmen wird, einzureichen.
Die Kandidaten werden gebeten, Ihre Unterlagen vor Mittwoch dem 19. dezember 2012 um 18 Uhr an den Präsidenten der öffentlichen Einrichtung des Museums zu senden. Der Bewerbung müssen obengenannte Unterlagen in drei Exemplaren sowie ein persönliches Schreiben beigefügt werden (62, rue de Lille 75343 Paris cedex 07, mit der Angabe "prix du musée d'Orsay", zu Händen von Alice Thomine).
Der Preisträger Clément Dessy verteidigte am 5. Dezember 2011 seine Doktorarbeit, "Les écrivains face au défi nabi. Positions, pratiques d'écriture et influences", unter Leitung von Paul Aron an der freien Universität Brüssel.
Die Jury bestimmte am 28. Juli 2011 den Preisträger des Jahres 2011.
Le prix 2011 a été décerné à la thèse de M. Nicholas-Henri Zmelty, L'affiche illustrée en France (1889-1905). Naissance d'un genre ?, die er unter der Leitung von Rémi Labrusse, Université de Picardie – Jules Verne, am 10. Dezember 2010 veteidigt hatte.
In Anbetracht der gleichfalls herausragenden Dissertation von Christelle Lozère? Mises en scènes dans les "salons coloniaux" de province (1850-1896). Vers l'émergence de modèles d'expositions coloniales, unter der Leitung von Dominique Jarrassé, Université Michel de Montaigne-Bordeaux 3, Verteidigung am 4. Dezember 2009, wurde gemäß der Bestimmungen entschieden, ihr den ersten Preis ex-aequo in Höhe von 1000 €, ohne Unterstützung zur Veröffentlichung, zu verleihen. Die Publikation dieser Arbeit ist nach Ansicht der Jury wünschenswert.
Die Jury des Prix du musée d'Orsay kam am Donnerstag, den 29. April 2010 um 10.30 Uhr zusammen, um den Preisträger für das Jahr 2010 zu bestimmen.
Die Jury setzte sich folgendermaßen zusammen: Rémy Labrusse, Professor der Université de Picardie, Michaël Zimmermann, Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Philippe Durey, Hauptkonservator, Dekan der Ecole du Louvre, Alice Thomine, Konservatorin des Musée d'Orsay und Catherine Chevillot, Chefkonservatorin des Musée d'Orsay, unter der Leitung von Guy Cogeval, Präsident der Öffentlichen Einrichtung des Musée d'Orsay.
Den Preis erhielt Claire Le Thomas für ihre Dissertation, Racine populaire d'un art savant. Innovations cubistes et pratiques ordinaires de création (1907-1914), die sie am 17. November 2008 unter der Leitung von Thierry Dufrêne, Université de Paris X – Nanterre verteidigt hatte.
In Anbetracht der gleichfalls herausragenden Dissertation von Ruth Fiori, La construction d'une conscience patrimoniale parisienne à la fin du XIXe siècle : acteurs, pratiques et représentations (1884-1914), unter der Leitung von Dominique Poulot, Université de Paris I – Panthéon-Sorbonne, Verteidigung am 30. Juni 2009, wurde gemäß der Bestimmungen entschieden, ihr den ersten Preis ex-aequo in Höhe von 1000 €, ohne Unterstützung zur Veröffentlichung, zu verleihen. Die Publikation dieser Arbeit ist nach Ansicht der Jury wünschenswert.
Im Jahr 2009 erhielt den Preis Raphaële Delas für ihre Dissertation, Aimé et Louis Duthoit, derniers imagiers du Moyen Âge. Un atelier de création et de restauration de sculpture médiévale à Amiens, die sie unter der Leitung von Laurence Bertrand-Dorléac, Université de Picardie - Jules Verne verteidigt hatte.
Die Jury setzte sich folgendermaßen zusammen: Dominique Jarrassé, Professor an der Université de Bordeaux-3, Michaël Zimmermann, Professeur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Philippe Durey, Hauptkonservator, Dekan der Ecole du Louvre, Alice Thomine, Konservatorin des Musée d'Orsay und Guy Cogeval, Präsident der Öffentlichen Einrichtung des Musée d'Orsay.
Am Donnerstag, dem 17. April 2008, wurde aus zehn eingereichten Dissertationen Sarah Linfords Arbeit, Le Symbolisme et la Troisième République : la tradition comme avant-garde, 1871-1915, ausgewählt. Leitung: Jean-Paul Bouillon und Todd Porterfield, Université de Clermont-Ferrand - Blaise Pascal und Princeton University (binationale Betreuung), Verteidigung am 20. Februar 2007.
Am 6. März 2007 kam die Jury des Prix du musée d'Orsay zusammen, um den Preisträger des Jahres 2007 zu bestimmen.
Die Jury setzte sich folgendermaßen zusammen: Dominique Jarrassé, Professor an der Université de Bordeaux-3, Michaël Zimmermann, Professeur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Philippe Durey, Hauptkonservator, Dekan der Ecole du Louvre, Philippe Thiébaut, Chefkonservator des Musée d'Orsay und Serge Lemoine, Präsident der Öffentlichen Einrichtung des Musée d'Orsay.
Gemäß der Bestimmungen wurde entschieden, einen Sonderpreis in Höhe von 1000 €, ohne Unterstützung zur Veröffentlichung, für zwei gleichrangige Dissertationen zu verleihen:
Mit dem Prix du musée d'Orsay 2006 war Emmanuelle Amiot-Saulnier, La peinture religieuse en France, 1873-1879, ausgezeichnet worden