Das 19. Jahrhundert, insbesondere die Periode der Dritten Republik (1870-1940), zeichnet sich durch die Errichtung zahlreicher öffentlicher Denkmäler aus, was den Historiker Maurice Agulhon zu dem Ausspruch „Jahrhundert der in Stein gehauenen Stadt” bewegte. Die Architekten Jean-Camille Formigé, Hector Guimard und Emile Gallé errichten Denkmäler in Erinnerung an bedeutende Personen oder große historische Ereignisse, Kriegerdenkmäler im Anschluss an den Ersten Weltkrieg, Grabmäler für berühmte Personen oder das Bürgertum, Denkmäler für die großen Pariser Friedhöfe und Krematorien.
Denkmäler gestalten das Stadtbild, dienen als Anhaltspunkte, kennzeichnen einen Platz, ein Straßeneck, den Eingang eines Parks oder Friedhofs, die Fluchtlinie einer Perspektive. Diese Zeichnungen sind ein beredtes Zeugnis für eine der häufigsten Arbeiten der Architekten des 19. Jahrhunderts, die immer in Zusammenarbeit mit einem Bildhauer ausgeführt wurden.