


„Wenn man ein belustigtes Publikum sehen will, dann muss man sich vor Courbets Bildern aufhalten“, empfiehlt ein heimtückischer Kunstkritiker 1853. Zehn Jahre später wird Manets Werk mit dem gleichen Gelächter empfangen.
Gustave Courbet in Der Versammlungsbote (25. und 26. Februar 1851): „Ich habe die Äußerungen der Menge vor dem Begräbnis in Ornans gehört, ich hatte den Mut, die Ungereimtheiten zu lesen, die bezüglich dieses Bildes abgedruckt wurden, ich habe dieses Feuilleton geschrieben...“
Théophile Gautier in La Presse, 15. Februar 1851: „Es gibt von je her in der Malerei zwei Schulen, die der Idealisten und die der Realisten.[...] Herr Courbet gehört dieser zweiten Schule an, aber er unterscheidet sich dadurch von ihr, dass er sich ein dem üblichen Ideal entgegen gesetztes Ziel gesetzt zu haben scheint: Während die einfachen Realisten sich mit einem Faksimile der Natur zufrieden geben, hat sich unser junger Maler anscheinend, indem er den Vers Nicolas Boileau Despreaux zu seinem Nutzen parodiert hat, gesagt: „Nur das Hässliche ist schön, das Hässliche allein ist liebenswert.“ Die Vulgarität der Personen tut es nicht allein; er ist darin wählerisch, aber auf der anderen Seite übertreibt er auch ganz willkürlich das Grobe und Platte.“
Eugène Delacroix in Journal, 15. April 1853: „Ich habe mir vor der Sitzung die Malerei Courbets angesehen. Die hervorsprudelnde Kraft seines immensen Bildes hat mich beeindruckt; aber welch ein Bild! Welch ein Thema! Die Gemeinheit der Formen ist ja noch nicht so schlimm, aber die Gemeinheit und die Nutzlosigkeit der Gedanken sind schrecklich. [...] Oh Rossini! Oh Mozart! Oh ihr inspirierten Meister aller Künste, die ihr aus den Dingen nur herauszieht, was dem Geist gezeigt zu werden wert ist! Was würdet ihr von diesen Bildern sagen!“