Moderner Dekor 1905-1914
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Moderner Dekor 1905-1914


Musée d'Orsay. Pavillon Amont, niveau 2© Musée d'Orsay / Sophie Boegly
Die Nabis, die eine rein dekorative Malerei vertraten, hatten jener durch ihre großformatigen Wandmalereien zu großem Ansehen verholfen. Ab 1900 erhielten sie zahlreiche Aufträge für Wanddekorationen von der Bourgeoisie und Aristokratie. Die Auftraggeber lassen den Künstlern bei der Motivwahl vollkommene Freiheit.
Je nach Bestimmungsort  - private Empfangsräume, das Foyer oder die Decke eines Theaters, ein religiöses Bauwerk  -  stellen die Gemälde Szenen aus dem täglichen Leben, Traumwelten oder liturgische Handlungen dar. Die Ensembles von Bonnard, Vuillard, Denis, Roussel oder Redon entsprechen den Prinzipien der Nabis: Farbigkeit und Flächigkeit, Eigenwert der Linie, suggestive Abstraktion. Die Künstler porträtieren ihre Auftraggeber -  Händler und Freunde -  in Interieurs, die mit Möbeln und allen möglichen Gegenständen überladen sind.

Diese Dekorationen erneuern die französische Tradition auf diesem Gebiet, sie sind Ausdruck eines Klassizismus, der keiner bestimmten Stilrichtung zugeordnet werden kann. Parallel dazu und als Reaktion auf den Art Nouveau streben junge Designer danach, an diese französische Tradition, die sich durch ihre Ordnung, Übersichtlichkeit und Harmonie auszeichnet, anzuknüpfen. Eine neue Generation wendet sich von einer Kunst ab, die als revolutionäre Modeerscheinung gilt, die nach Auffassung eines Theoretikers jener Zeit nicht in der Lage ist, „ernstzunehmende, logische und einladende Ensembles” zu kreieren.

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© Musée d'Orsay / Sophie Boegly

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