Pavillon Amont

Musée d'Orsay. Pavillon Amont© Musée d'Orsay / Sophie Boegly
Der Pavillon Amont, der seit der Eröffnung des Musée d'Orsay im Jahr 1986 dem Kunsthandwerk gewidmet war, wurde von Grund auf renoviert und präsentiert heute eine vollkommen neue Gestaltung und Volumetrie. Architekt Dominique Brard und seine Mitarbeiter des Atelier de l'Ile schöpften zum ersten Mal das Potential des Bauwerks aus, indem sie fünf Ausstellungsebenen schufen, wodurch der Ausstellungsraum der ständigen Sammlungen um rund zweitausend Quadratmeter vergrößert wurde.

Wie bei der impressionistischen Galerie entschied man sich für farbige Böden und Wände. Durch einen Lichtschacht entsteht der Eindruck von Weite. Im Erdgeschoss werden in einem Saal mit eindrucksvoller Deckenhöhe die großformatigen Gemälde von Gustave Courbet präsentiert.
Auf den Ebenen 2, 3 und 4 ist das internationale Kunsthandwerk um 1900 zu sehen, das zum ersten Mal den Spätwerken der Nabis Vuillard, Bonnard, Maurice Denis, usw. gegenübergestellt wird. Auf der letzten Ebene des Pavillon Amont gelangt der Besucher über einen schmucklosen Raum, den einzig eine der ehemaligen riesigen Bahnhofsuhren ziert, in die impressionistische Sammlung. Zwischen den Zeigern eröffnet sich ein atemberaubender Panoramablick auf die Hauptstadt.
Pavillon Amont. Niveau 2© Musée d'Orsay / Sophie Boegly


Der Pavillon Amont, ein vollkommen eigenständiges Bauwerk, verbindet dank seines Aufzugs und seiner Treppe das Hauptschiff mit der 5. Ebene und ein Übergang führt von den kunsthandwerklichen Sammlungen zu den Ausstellungsräumen der Seine-Terrasse.
Durch die Renovierung des Gebäudes entstand eine wunderschöne Ausstellungsfläche, die dem Besucher die Möglichkeit bietet, das Museum neu zu entdecken.

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