Louis Pille
Weltausstellung 1900, Projekt für den Grand Palais

Weltausstellung 1900, Projekt für den Grand Palais
Louis Pille (1868-1899)
Weltausstellung 1900, Projekt für den Grand Palais
1894
Bleistift, Bleigriffel, Aquarell
H. 37,5; B. 105 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Exposition universelle de 1900, projet pour le Grand Palais [Weltausstellung 1900, Projekt für den Grand Palais]


1894 nimmt Louis Pille im Alter von erst sechsundzwanzig Jahren am Wettbewerb für die Bauten der Weltausstellung 1900 teil. Seine Entwürfe werden 1895 im Industriepalast präsentiert. Das Programm stellt es frei, die Bauwerke der vorherigen Weltausstellung von 1889 zu erhalten oder nicht: den Palast der Schönen Künste und der Freien Künste von Jean-Camille Formigé, die monumentale Kuppel von Joseph Bouvard, die Maschinengalerie von Ferdinand Dutert und Victor Contamin und natürlich den Eiffelturm. Pille beschließt nahezu alle Gebäude zu erhalten, ihr Aussehen jedoch zu verändern. So verlegt er die Ausstellungen der Schönen Künste in den umgestalteten Industriepalast.

Der Industriepalast war anlässlich der ersten Weltausstellung 1855 errichtet worden und diente für alle möglichen öffentlichen Veranstaltungen, insbesondere für die Ausstellungen des Salons. Pille erhält das Gebäude, verdoppelt jedoch das vorige Volumen und umgibt das Bauwerk mit einer monumentalen Fassade. Der Eintritt in den Bau führt über einen Garten, der auf die Seine geht und mit zwei riesigen Brücken mit den Invaliden verbunden ist. Der Palast wird zerstört und durch den Grand Palais ersetzt.




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