Maurice Boutterin
Konstantinsbogen, Rom

Konstantinsbogen, Rom
Maurice Boutterin (1882-1970)
Konstantinsbogen, Rom
1912
Bleistift, Tinte, Aquarell
H. 85; B. 110 cm
© DR / RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Arc de Constantin à Rome [Konstantinsbogen, Rom]


1912 müssen die Stipendiaten im zweiten Jahr ihres Aufenthalts in der Villa Medici „eine Teil- oder Gesamtansicht eines existierenden antiken Monuments Italiens oder Siziliens […]” einsenden. Wie viele seiner Kollegen entscheidet sich Maurice Boutterin für eines der antiken Monumente in Rom, den Konstantinsbogen aus dem 4. Jahrhundert unserer Zeit. Er schickt einen „großformatigen Aufriss der Nordseite des Triumphbogens einschließlich der umliegenden Grünanlagen” nach Paris.

Die grüne Umgebung verleiht der Zeichnung eine pittoreske Dimension, die charakteristisch für die Einsendungen des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts war. Zu jener Zeit akzeptierte die Jury der Beaux-arts Arbeiten, die nicht unbedingt in der Tradition der Akademie standen. Im Zentrum des Interesses der jungen Architekten stand der künstlerische Aspekt dieser archäologischen Arbeiten.
Im Rahmen dieser Einsendung nimmt sich Boutterin noch mehr Freiheiten heraus: das Bild zeigt eine Seitenansicht des Konstantinsbogens, der von Laubwerk umgeben inmitten antiker Fragmente steht und von einem Reiterstandbild von Markus-Aurelius bekrönt wird.




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