René Binet
Der Brunnen des Bärenhauses in Pompeji

Der Brunnen des Bärenhauses in Pompeji
Louis Bernier (1845-1919)
Der Brunnen des Bärenhauses in Pompeji
Undatiert
Bleigriffel und Aquarell
H. 33; B. 23,8 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La fontaine de la maison de l'ours à Pompéi [Der Brunnen des Bärenhauses in Pompeji]


René Binet erhält 1893 dank des Chaudesaigues Preises, der jungen Architekten einen zweijährigen Aufenthalt in Italien ermöglicht, die Gelegenheit, das Land zu entdecken. Binet reist während dieser Zeit auch nach Sizilien, Algerien und Spanien. Von diesen Erlebnissen rührt seine Begeisterung für das Mittelmeerbecken und das Aquarell her. Er wird im Laufe seiner Karriere regelmäßig diese Länder bereisen, deren Klima auch seine rheumatischen Beschwerden lindern. Im Herbst 1903 hält er sich erneut in Italien auf und stellt nach seiner Rückkehr eine Reihe von Aquarellen in der Galerie von Paul Durand-Ruel in Paris aus. Zu dieser Serie gehört auch das hier präsentierte.

René Binet stellt den Brunnen dar, der den Eingang des Bärenhauses ziert, das 1865 in Pompeji freigelegt wurde. Der Name des Hauses ist auf das Mosaik des Brunnens zurückzuführen, auf dem ein Bär zu sehen ist, der versucht, den Spieβ herauszureißen, der seinen Körper durchbohrt.
Das Aquarell ist ein beredtes Zeugnis dafür, wie geschickt der Architekt mit der Farbe umgeht: die verschwommenen, leuchtenden Farben werden vom Licht beherrscht, das den Vorrang gegenüber der Linienführung und Formgebung hat. Der Staat erwirbt das Werk im Januar 1904 von der Galerie Durand-Ruel für das Musée du Luxembourg.




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