Hector Lefuel
Bramante Haus, Rom

Das Bramante Haus in Rom, Aufriss der Fassade
Hector Lefuel (1810-1881)
Das Bramante Haus in Rom, Aufriss der Fassade
1840
Feder und schwarze Tinte, Lavierung und Aquarell
H. 52,9; B. 42,6 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Maison dite de Bramante à Rome, élévation de la façade [Das Bramante Haus in Rom, Aufriss der Fassade]


Hector Lefuel, der Schüler von Jean Nicolas Huyot, erhält 1839 den Grand Prix de Rome. Ein Jahr später fertigt er eine Aufzeichnung der Renaissance-Bauten an, die er in der italienischen Hauptstadt und in der Toskana gesehen hat. Zu jener Zeit beschränkten sich die Arbeiten der Stipendiaten der Académie de France in Rom zwar immer auf die antike Architektur, doch sie geringschätzten die Bauten des modernen Roms ganz und gar nicht. Schon die vorige Generation, darunter insbesondere Charles Percier (1764-1838) und Pierre François Léonard Fontaine (1762-1853), hatte großes Interesse für diese Bauwerke bekundet. Die Kreationen der bedeutenden Architekten der italienischen Renaissance, in der die Prinzipien der antiken römischen Architektur zu verschmelzen schienen, waren ihnen vertrauter und zugänglicher.

Hier wirkt sich die Aquarelltechnik in Verbindung mit der Lavierung günstig auf die Wiedergabe des Profils (Zierleiste, Kranzgesims) und die zartrosa Farbabstufungen des Steins aus. Zu einem späteren Zeitpunkt wird der Architekt seine Kenntnisse der italienischen Renaissance-Architektur für seine Kreationen im Louvre einsetzen.




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