Jean-Camille Formigé
Palast der Schönen Künste

Weltausstellung 1889, Querschnitt des Palastes der Schönen Künste, definitive Version
Jean-Camille Formigé (1845-1926)
Weltausstellung 1889, Querschnitt des Palastes der Schönen Künste, definitive Version
1889
Bleigriffel, Feder, schwarze und rote Tinte, laviert
H. 64;8; B. 98,4 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Projekt für die Weltausstellung 1889, Außendekorationen der großen Kuppeln des Palastes der Schönen Künste
Entwurf für die Weltausstellung 1889, Motive für die Metalldekoration des Palastes der Schönen Künste und der Freien Künste
Projekt für die Weltausstellung 1889, definitive Version des Aufrisses des Jochs des Haupteingangs auf den Garten des Palastes der Schönen Künste

Exposition universelle de 1889, coupe transversale du palais des Beaux-arts, état définitif [Weltausstellung 1889, Querschnitt des Palastes der Schönen Künste, definitive Version]


Am 3. Mai 1886 wird der Architekturwettbewerb für die Gebäude der Weltausstellung 1889 in Paris eröffnet. Es nehmen siebenhundert Kandidaten teil. Jean-Camille Formigé wird für seine zwei Paläste für das Marsfeld mit einem Preis ausgezeichnet. Der Palast der Schönen Künste und der Palast der Freien Künste flankieren den Eiffelturm, der auch für diesen Anlass erbaut wird.

Formigé entwirft eine große Halle aus Eisen, die in der Mitte von einer vierundfünfzig Meter hohen Kuppel überragt wird. Im Gebäudeinneren ist ein Stockwerk für Ausstellungsräume vorgesehen, die für die Besucher über einen riesigen Treppenaufgang unter der Kuppel oder über seitliche Treppen zugänglich sind. Das Hauptgebäude umgeben Galerien, unter denen sich Cafés und Restaurants befinden.
Der Bau besticht durch seinen polychromen Dekor. Oberhalb der Galerien entfaltet sich ein Fries aus Terrakotta mit Genien, der sich von einem goldenen Untergrund abhebt. Die Eisensäulen der Joche sind mit kannelierten Tafeln aus Terrakotta verkleidet, die ein Dekor aus Lorbeer- und Eichenblättern schmückt. Doch die Kuppel mit über sechshundert Emailziegeln in zarten blauen und topasfarbenen Schattierungen ist der absolute Höhepunkt.
Dieses Projekt legt Zeugnis von Formigés Begeisterung für Weltausstellungen ab. 1900, elf Jahre später, beteiligt er sich mit dem Bau des Königspavillons von Rumänien.




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