Léopold Amédée Hardy
Palast des Champ de Mars

Weltausstellung 1878, Palast des Champ de Mars, Querschnitt, 15 m lange Galerie
Léopold Amédée Hardy (1829-1894)
Weltausstellung 1878, Palast des Champ de Mars, Querschnitt, 15 m lange Galerie
1876
Bleistift, Tinte, Aquarell laviert, Goldhöhungen
H. 32,6; B. 29 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Exposition universelle de 1878, palais du Champ de Mars, coupe transversale, galerie de XV mètres [Weltausstellung 1878, Palast des Champ de Mars, Querschnitt, 15 m lange Galerie]


Léopold Amédée Hardy, der als stellvertretender Architekt der französischen Abteilung 1862 auf der Weltausstellung in London tätig war, 1867 gemeinsam mit dem Ingenieur Jean-Baptiste Krantz (1817-1899) für den Palast des Champ de Mars verantwortlich war, wird erneut mit dem Bau des Palastes des Champ de Mars für die Weltausstellung 1878 beauftragt. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Henri de Dion, der für die Metallkonstruktionen der Ausstellung zuständig ist, errichtet er einen großen, 300 m breiten und 725 m langen Bau.

Der Palast besteht aus mehreren parallelen Galerien aus Metall und Glas sowie einem üppigen Dekor aus Glasziegeln. Dies ist das erste groß angelegte polychrome Bauwerk.
Durch das Gebäude führen schachbrettartig vertikale und horizontale Alleen. In den Alleen in Richtung Seine werden die Produkte präsentiert, während die parallel zum Fluss verlaufenden Alleen die einzelnen Regionen vorstellen. Der Palast ist Gegenstand äußerst rühmlicher Kritiken.

Hardy legt hier einen recht farbenprächtigen Entwurf vor. Dem Vorbild des Crystal Palace der Weltausstellung in London von 1851 folgend dominieren rot und blau. Der helle Raum, den weiße, mit geometrischen Motiven verzierte Glaswände abschließen, präsentiert die Kunstgegenstände und Skulpturen in großen Schaukästen. Die breite, 24 m hohe Allee wird von kleinen Säulen, die eine Vase tragen, rhythmisch gegliedert. Desweiteren findet man Vorhänge und mit Gold verzierte Kronleuchter. Da es nur wenige Innenansichten der Ausstellungsgalerien des Palastes von 1878 gibt, kommt dieser Architekturzeichnung des heute verschwundenen Bauwerks große Bedeutung zu.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter