Théodore Ballu
Paris, Dreifaltigkeitskirche

Paris, Dreifaltigkeitskirche. Aufriss der Seitenfassade
Théodore Ballu (1817-1885)
Paris, Dreifaltigkeitskirche. Aufriss der Seitenfassade
Zwischen 1861 und 1867
Bleistift auf Pauspapier, auf starkes Papier aufgeklebt
H. 67,8; B. 99,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Paris, église de la Sainte-Trinité. Elévation de la façade latérale [Paris, Dreifaltigkeitskirche. Aufriss der Seitenfassade]


1861 beschließt die Stadt Paris, in dem Viertel der Chaussée-d'Antin eine Kirche zu errichten. Mit den Bauarbeiten wird Théodore Ballu, der Gewinner des Rompreises von 1841 beauftragt. Letzterer begeistert sich für die Gotik und die Renaissance. Für sein Projekt der Dreifaltigkeitskirche inspiriert er sich am italienischen und französischen Stil in Verbindung mit mittelalterlichen Elementen.

Den Mittelpunkt dieses Bauwerks, das im Zentrum eines kleinen, mondänen Stadtviertels stehen soll, bildet eine quadratische Turmvorhalle, die von einem achteckigen Glockenturm bekrönt wird. Letzerer wird von einer Kuppel und einer durchbrochenen Laterne überragt. Dieser einzigartige Turm der Fassade soll die Perspektive der Rue de la Chausée-d'Antin fortsetzen.

Die Seitenfassaden bestehen aus vier Jochen, die durch Pfeiler, zwischen denen sich jeweils zwei Fenster befinden, unterteilt werden. An den äußersten Enden liegen die achteckigen Sakristeien, die mit dem achteckigen Chor durch kleine Rundtürmchen verbunden sind. Die Sakristeien befinden sich ein Stockwerk höher und werden durch zwei Fensteröffnungen erhellt.
Diese große, schöne Zeichnung, die am Turm einige Ausbesserungen erkennen lässt, ist ein beredtes Beispiel für das zeichnerische Talent des Architekten.




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