Eugène Grasset
Landschaften aus Steinen und Gras

Landschaften aus Steinen und Gras
Eugène Grasset (1845-1917)
Landschaften aus Steinen und Gras
Zwischen 1890 und 1903
Bleistift auf Papier
H. 19 ; B. 15,6 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Sophie Boegly


Felsen aus Sandstein
Blätter, Moos und Steine
Stilisierter Tigerkopf
Barke
Zwei Studien von Tigerköpfen

Paysages de pierres et d'herbes ornementés [Landschaften aus Steinen und Gras]


Grasset war nicht nur Künstler sondern auch Lehrer und Kunsttheoretiker. Er gab von 1891 bis 1917 insbesondere an der Ecole Guérin (Privatschule im Viertel von Montparnasse) Unterricht im dekorativen Zeichnen.

Seine gesamten Lehrunterlagen werden in den Sammlungen des Museums aufbewahrt. Über 6000 Blätter illustrieren, wie intensiv er die Natur studierte. Seine Unterlagen sind in Themen untergliedert: Pflanzen, Tiere, die Landschaft, der Mensch, die Architektur.
Sein Unterricht umfasst mehrere Etappen. In der ersten Phase geht es ihm um naturgetreue Darstellung dank genauester Kenntnisse in Zoologie, Botanik, Anatomie, usw. Dann folgt die Phase der Geometrisierung oder Vereinfachung der Formen. Zum Schluss beschäftigt er sich mit der Ausschmückung, bei der er sich für Farben und Materialien entscheidet.

Auf jedem Blatt stehen zahlreiche handgeschriebene Anmerkungen, die genau erklären, was ihn zu dem jeweiligen Stil der Zeichnung motiviert hat. Es werden Bezugnahmen auf Kunstwerke, berühmte Bücher oder Museen angegeben. Die Dokumente sind datiert, mit Seitenzahlen versehen, enthalten kritische Anmerkungen und bilden ein harmonisches Ganzes, obwohl er sie für verschiedene Schulen verwendete. Grasset bildete eine ganze Generation von talentierten Zeichnern, darunter unter anderem Maurice Pillard-Verneuil, aus. Er begründete die Art nouveau. Übrigens entsprach ihm der Begriff „nouveau” [neu] nicht, da sie auch auf dem Know-how der Vergangenheit aufbaute.




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