Henri Paul Nénot
Pitti Palastes in Florenz

Aufriss der Fassade des Pitti Palastes in Florenz
Henri Paul Nénot (1853-1934)
Aufriss der Fassade des Pitti Palastes in Florenz
1880
Feder und schwarze Tinte, Lavierung mit schwarzer Tinte
H. 107,6; B. 149,8 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Elévation de la façade du palais Pitti à Florence [Aufriss der Fassade des Pitti Palastes in Florenz]


Diese Fassade des Pitti Palastes gehört zu einem Ensemble von zwei Zeichnungen, einem Plan und einem Aufriss, das Nénot 1880 als Stipendiat der Villa Medici in seinem zweiten Jahr an die Académie sandte. Die Einsendung (vier Detailstudien eines oder mehrerer Monumente freier Wahl) umfasste auch zwei andere Bauwerke, den Tempel des rächenden Mars in Rom und den Dogenpalast von Venedig.

Der Pitti Palast ist eines der Monumente der florentinischen Renaissance, für das sich die Architekten des 19. Jahrhunderts ganz besonders begeisterten. Der Palast wurde im 15. Jahrhundert von Brunelleschi für den Kaufmann Lucas Pitti errichtet und in der Folge mehrmals erweitert, insbesondere im 16. Jahrhundert, als ihn die Familie Medici erwarb.
Nénot stellt die Hoffassade dar, die sich durch das Bossenwerk der Mauern und Säulen sowie die dreigeschossigen Arkaden mit regelmäßigen Travéen auszeichnet. Die Jury der Académie lobt die hervorragende Ausführung, wirft Nénot jedoch vor, dass er „den Charakter und den äußeren Aspekt des Monuments” nicht originalgetreu wiedergegeben hat. Die beiden Zeichnungen des Hofs des Pitti Palastes werden 1881 auf dem Salon und 1883 auf der Exposition nationale ausgestellt.




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