Louis Boitte
Place de la Concorde, Entwurf

Entwurf für die Gestaltung der Place de la Concorde in Paris, Schnitt der Portiken in Richtung Tuileries und Champs-Elysées, Seiten- und Hauptfassade eines Bogens und Ansicht eines Brunnens
Louis Boitte (1830-1906)
Entwurf für die Gestaltung der Place de la Concorde in Paris, Schnitt der Portiken in Richtung Tuileries und Champs-Elysées, Seiten- und Hauptfassade eines Bogens und Ansicht eines Brunnens
Zwischen 1852 und 1866
Schwarze und rote Tinte, Aquarell auf Papier
H. 69,7; B. 121, 2 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Entwurf für ein Denkmal zu Ehren von Victor-Emmanuel in Rom, Gesamtaufriss
Entwurf für die Gestaltung der Place de la Concorde in Paris, Vogelperspektive des Platzes und der geplanten Portiken

Entwurf für die Gestaltung der Place de la Concorde in Paris, Schnitt der Portiken in Richtung Tuileries und Champs-Elysées, Seiten- und Hauptfassade eines Bogens und Ansicht eines Brunnens


Der junge Architekt Louis Boitte präsentiert auf dem Salon 1866 ein sehr anspruchsvolles Projekt für einen der symbolträchtigsten Plätze der Hauptstadt, das damals den Mittelpunkt der Pariser Gesellschaft bildet. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Anlage der Place de la Concorde, die als Rahmen für die von der Stadt Paris gestiftete Königsstatue dienen sollte, Gegenstand von zwei Konsultationen. Sie waren Teil der ersten großen Pariser Wettbewerbe. Ange-Jacques Gabriel (1698-1782), der königliche Architekt, wurde mit einer Synthese der eingegangen Projekte beauftragt.
Von 1836 bis 1840 wurde der Platz erneut von Hittorff umgestaltet und zu Beginn der Herrschaft Napoleon III. wurden wieder umfassende Veränderungen vorgenommen. Um die Verkehrslage zu verbessern, wollte der Kaiser die von Gabriel geschaffenen Beete beseitigen. Ab 1852 wurde Hittorf beauftragt, die Gräben aufzufüllen. Die Arbeiten verliefen äußerst chaotisch und zogen sich bis 1854 hin, da der Kaiser angesichts Haussmanns ablehnender Haltung bezüglich der Beseitigung der Gräben keine klare Entscheidung traf. Dieser Entwurf, von dem zwar vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Version ausgeführt wurde, wurde gewiss durch das langsame Vorangehen der Bauarbeiten beeinflusst.

Louis Boitte plant eine völlig neuartige Gestaltung: auf beiden Seiten der ehemaligen Gräben will er einen riesigen Portikus errichten. Der erste steht in Richtung Champs-Elysées und der zweite in Richtung Jardin des Tuileries.
Den Abschluss des Portikus der Champs-Elysées bilden in Anklang an die Place de l’Etoile zwei Triumphbögen. Boitte befreit den Platz von den Balustraden, die die Gräben umgeben, fügt Brunnen hinzu, erhält die Pavillons von Gabriel sowie das von Hittorff entworfene Stadtmobiliar.
Er rührt nicht an der Architektur dieses königlichen Platzes, ihm geht es einzig darum, eine dem Kaiserreich gebührende monumentale Anlage zu schaffen.




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