Emil Hoppe
Projekt für eine Residenz in Schönbrunn

Projet pour une résidence des princes étrangers à Schönbrunn, extrémité de la façade sur cour [Projekt für eine Residenz für ausländische Prinzen in Schönbrunn]
Emil Hoppe (1876-1957)
Projet pour une résidence des princes étrangers à Schönbrunn, extrémité de la façade sur cour [Projekt für eine Residenz für ausländische Prinzen in Schönbrunn]
1901
Bleistift, Buntstift, Feder und Tinte, Aquarell und Gouache
H. 44; B. 33 cm
© DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Projet pour une résidence des princes étrangers à Schönbrunn, extrémité de la façade sur cour [Projekt für eine Residenz für ausländische Prinzen in Schönbrunn]


Diese Zeichnung ist eine der fünfzehn, die Emil Hoppe im dritten und letzten Jahr in der Klasse von Otto Wagner, dem bedeutendsten Architekten der Wiener Secession, ausführte. In dieser Ausbildungsphase verlangt Wagner von seinen Studenten, ihrer Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen. Er rät ihnen, „eine Arbeit zu schaffen, welche im Leben nie an sie herantreten wird, deren Durchbildung aber dazu beitragen wird, den göttlichen Funken der Fantasie, der in ihnen glimmen soll, zur leuchtenden Flamme anzufachen“ (Antrittsrede an der Wiener Akademie, 1894).

Für die Erweiterung des von Fischer von Erlach (1656-1723) errichteten Palastes von Schönbrunn entwirft Hoppe einen Hauptbau für offizielle Versammlungen, Bälle und Bankette. Er wird von vier Pavillons flankiert, die für ausländische Monarchen und ihr Gefolge vorgesehen sind.
Der Bau sollte sich im südlichen Teil der Domäne auf der Verbindungsachse zur Gloriette befinden. Letztere ist eine Art Triumphbogen mit Kolonnaden im neoklassizistischen Stil und wurde von Ferdinand von Hohenberg errichtet. Er pries die Siege von Maria-Theresa über Friedrich den Großen und die Preußen. Hoppe entwirft auch eine neue Gestaltung für den Park, der sich neben den Gärten des Gartenarchitekten von Erlach befindet. Dieses Projekt, das den Einfluss des Wiener Klassizismus und der Sezession erkennen lässt, wurde 1901 ausgeführt und bringt ihm ein Stipendium für eine Italienreise ein. Es wurde 1902 in Wien in dem Werk Wagnerschule 1901 veröffentlicht.




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