Sir Joseph Paxton
Projekt für die Weltausstellung 1867

Entwurf für die Weltausstellung 1889, Palast der Champs de Mars
Joseph Paxton
Entwurf für die Weltausstellung 1889, Palast der Champs de Mars
Bleistift, tinte und Aquarell
H. 53,5 ; B. 112 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt


Entwurf für die Weltausstellung 1889, Palast der Champs de Mars, plan

Projet pour le palais du Champs de Mars de l'Exposition universelle de 1867 à Paris, élévation [Entwurf für den Palais du Champs de Mars der Weltausstellung 1867 in Paris, Aufriss Projekt für die Weltausstellung 1867]


Sir Joseph Paxton hatte mit dem Projekt des Crystal Palace, den er für die erste Weltausstellung in London im Jahr 1851 entwarf, Weltruhm erlangt. Er war das erste Bauwerk, für das moderne Fertigungsverfahren eingesetzt wurden. Die Transparenz und Leichtigkeit des symbolträchtigen Baus wird den Menschen für immer in Erinnerung bleiben und Paxton wird neben Gustave Eiffel zum berühmtesten Architekten der Metallkonstruktion werden.

Nach der ersten Pariser Weltausstellung 1855 und einem Industriepalast, der die Erwartungen enttäuscht hatte, beauftragt Frankreich 1860 Sir Joseph Paxton und Owen Jones, der für die Innenausstattung des Crystal Palace zuständig war, einen Entwurf für einen ständigen Industriepalast der französischen Produkte auszuführen. Das weitläufige Gebäude hätte eigentlich im Park von Saint-Cloud errichtet werden sollen, doch der Bau des Musée de Sèvres setzt diesem Unternehmen 1863 ein Ende.
Im Anschluss an dieses gescheiterte Projekt beauftragt die französische Regierung vermutlich Paxton, für die Weltausstellung 1867 einen Kristallpalast für das Champ de Mars zu entwerfen. Seine Version erinnert an das berühmte Bauwerk in London, zusätzlich ragen auf den Dächern Türmchen und überdachte Pavillons auf. Der Innenraum ist bis auf Eisenträger vollkommen offen. Das Gebäude kann problemlos verkleinert oder vergrößert, jedem Standort und jeder Ausstellung angepasst werden. Es ist 593 m lang und 303 m breit.
Paxton stirbt zwei Monate nach Vollendung dieses Projekts, das nie umgesetzt werden wird. Erhalten bleibt uns dieser fertige Entwurf, der ein beredtes Zeugnis für die Eisen- und Glasarchitektur des 19. Jahrhunderts ist.




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