Henri Schmit
Théâtre de la porte Saint-Martin

Entwurf für die Fassade und die Veranda des Théâtre de la porte Saint-Martin
Henri Schmit (1851-1904)
Entwurf für die Fassade und die Veranda des Théâtre de la porte Saint-Martin
1892
Aluminium, Messing und Glas auf Holzkern
H. 87; B. 90; T. 32 cm
© Musée d'Orsay, dist RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Maquette de la façade et de la véranda du théâtre de la porte Saint-Martin à Paris [Entwurf für die Fassade und die Veranda des Théâtre de la porte Saint-Martin]


Wie viele andere Opernhäuser wurde das Théâtre de la Porte Saint-Martin im Mai 1871 zur Zeit der Pariser Kommune niedergebrannt und 1873 vollständig wieder aufgebaut. Die ursprüngliche Fassade war von großer Schlichtheit. Das Untergeschoss war mit fünf Türen versehen, von denen drei in die Eingangshalle führten.

Nach seiner Neueröffnung am 27. September 1873 mit der Wiederaufführung von Victor Hugos Marie Tudor werden aus Sicherheitsgründen zahlreiche Veränderungen sowohl an den Außenwänden als auch im Inneren des Gebäudes vorgenommen. Zunächst wird 1887 an der Fassade eine Markise angebracht. Der Sicherheitsausschuss der Theater sorgt sich um den Schutz der Öffentlichkeit im Falle eines Brandes. Er ordnet den Bau von Terrassen an, um den Zugang nach draußen zu erleichtern.
In einem Bericht von Charles Garnier, dem Architekten der Opéra de Paris, wird die Belanglosigkeit einer solchen Maßnahme betont. Das Théâtre de la porte Saint-Martin beschließt deshalb den Bau eines Wintergartens. Die Terrasse erhält eine Überdachung aus Glas und Metall. Sie wird im orientalischen Stil von einer mit farbigen Glascabochons dekorierten Zinnkuppel gekrönt. Die Veranda wird 1891 gebaut und 1897 wieder entfernt. Aufgrund der sorgfältig vorgenommenen Dekorations- und Kunstschmiedearbeiten liegt die Vermutung nahe, dass dieser originelle Entwurf der Theaterkommission vorgelegt werden sollte.
Auch wenn das Théâtre de la porte Saint-Martin heute immer noch existiert, wurden jedoch 1930 wesentliche Renovierungsarbeiten an Außenwänden und Innenräumen vorgenommen. Ohne die Markise und die prächtige Veranda glänzt die Fassade wieder in ihrer ursprünglichen.




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