Louis Boitte
Villa Medici

Villa Medici, Ansicht der Villa durch die Bäume des Parks hindurch
Louis Boitte (1830-1906)
Villa Medici, Ansicht der Villa durch die Bäume des Parks hindurch
1860
Bleistift und Aquarell auf Papier, aufgezogen auf Papier
H. 31; B. 22,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Villa Médicis, vue de la villa à travers les arbres du parc [Villa Medici, Ansicht der Villa durch die Bäume des Parks hindurch]


Während seines Aufenthalts in Italien verbringt Boitte die meiste Zeit in der Villa Medici, die seit 1803 Sitz der Académie de France in Rom ist. Diese eindrucksvolle Villa entstand Mitte des 16. Jahrhunderts. Kardinal Ferdinand de Medici erwarb sie 1576 als Museum für seine Kunstsammlung. Die von Grünanlagen gesäumte Villa steht mitten in der Stadt und bietet den Stipendiaten eine angenehme Umgebung. Doch die Trennung von der Familie, das Klima oder auch die ungewohnte Nahrung bereiten den Franzosen zu Beginn ihres Aufenthalts häufig Schwierigkeiten. Nach und nach erliegen sie indes dem Zauber Italiens, finden Gefallen an den Ausflügen außerhalb Roms und begeistern sich für die Vielfalt der Landschaften und Schätze des Landes.

Dieses Licht durchflutete Aquarell entstand während des ersten Sommers, den der Architekt in Italien verbrachte. Es spiegelt das angenehme Leben in der mitten im Grünen liegenden Villa Medici wider.
Das Musée d’Orsay verfügt über ein weiteres Aquarell von Boitte, das seine Begeisterung für diesen Ort erkennen lässt. Das Bild gibt die Atmosphäre der Epoche Ferdinands von Medici wieder. Es zeigt die prachtvolle Fassade auf der Gartenseite mit einer im Stil der Renaissance gekleideten Figurengruppe. Die umfassenden Restaurierungsarbeiten, die er als Architekt fünfzehn Jahre später im Schloss von Fontainebleau durchführt, zeugen von seiner Vorliebe für diese Epoche.




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