Alphonse-Alexandre Defrasse
Weltausstellung 1900, Entwurf

Entwurf für die Weltausstellung 1900, Hauptfassade des Palastes, auf dem Marsfeld
Alphonse-Alexandre Defrasse (1860-1939)
Entwurf für die Weltausstellung 1900, Hauptfassade des Palastes, auf dem Marsfeld
1894
Bleigriffel und Aquarell
H. 24,5; B. 96,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean-Gilles Berizzi


Entwurf für die Weltausstellung 1900, Gesamtansicht der Ausstellung

Projet pour l'Exposition universelle de 1900, façade principale du palais central, sur le Champ-de-Mars [Entwurf für die Weltausstellung 1900, Hauptfassade des Palastes, auf dem Marsfeld]


Die französische Regierung organisiert schon 1894 den Wettbewerb für die Weltausstellung 1900. Mit dieser Frist will sie sich die erforderliche Zeit einräumen, eine Auswahl unter den eingereichten Projekten zu treffen, was bei den vorherigen Ausstellungen nicht der Fall gewesen war. Zu dem üblichen Ausstellungsgelände – Marsfeld, Invalidenplatz und Chaillot-Hügel – kommt 1900 noch das äußerste Ende der Champs-Elysées und das gesamte Seine-Ufer vom Marsfeld bis zu den Invaliden hinzu.

Defrasse legt den Eingang der Ausstellung auf die Champs-Elysées, in die Verlängerung der Invaliden und der monumentalen Brücke, die errichtet werden muss. Auf dem Invalidenplatz werden stufenförmig die Pavillons der Kolonien und Protektorate angelegt. Auf dem Marsfeld erhält Defrasse die Maschinengalerie, reißt jedoch die meisten anderen Bauten der Ausstellung von 1889 - darunter den Eiffelturm - ein. An seiner Stelle will er diese prächtige Galerie der Nationen errichten, in deren Mitte sich eine Kuppel erhebt und deren Abschluss jeweils eine Exedra aus Glas bildet. Das Gebäude ist für Feste, die im Rahmen der Ausstellung stattfinden sollen, bestimmt.

Auf Grund der fehlenden Verbindung zwischen den einzelnen Ausstellungsorten und den beiden Seineufern legt der Architekt gegenüber der Galerie einen Hafen an. Der Zutritt erfolgt über einen breiten Treppenaufgang. Defrasse schmückt die Pariser Landschaft mit Gondeln und kleinen venezianischen Booten aus. Der Gewinner dieses Wettbewerbs ist schließlich Charles Girault und folglich wird dieses schöne Projekt nie umgesetzt.




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