William Henry Fox Talbot
Im Wasser spiegelnde Bäume, Lacock Abbey

Im Wasser spiegelnde Bäume, Lacock Abbey
William Henry Fox Talbot (1800-1877)
Im Wasser spiegelnde Bäume, Lacock Abbey
Um 1843
Salzpapierabzug von Papiernegativ, Talbotypie
H. 16,4; B. 19,1 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Arbres se reflétant dans l'eau, Lacock Abbey [Im Wasser spiegelnde Bäume, Lacock Abbey]


William Henry Fox Talbot ist neben Daguerre einer der Erfinder der Fotografie. Sein Verfahren erweist sich als sehr vielversprechend, da er das Papiernegativ einführt, das die Vervielfältigung der Aufnahme ermöglicht. Talbot ist nicht nur ein Wegbereiter der Fotografie, er ist auch ein „Auge”, insbesondere im Bereich der Landschaftsfotografie.

Im Wasser spiegelnde Bäume ist seiner Zeit voraus, es kennzeichnet den Höhepunkt der Landschaftsfotografie Talbots. Ebenso wie anderen Fotografen geht es ihm nicht darum, einen bestimmten Ort sondern das Schauspiel der Natur zu erfassen. Talbot gibt die Atmosphäre wieder. Er konzentriert sich auf das Flimmern der Luft oder das Spiel des Lichts auf der Wasseroberfläche, denn sein Negativ kann die Bewegungen des Himmels noch nicht erfassen. Durch die begrenzten technischen Möglichkeiten der ersten fotografischen Verfahren wirkt die Landschaft vereinfacht und flach. Diese Bilder beeinflussten zweifellos die Landschaftsmaler, insbesondere die Impressionisten. Letztere malten im Freien, glaubten jedoch, dass sie der Fotografie nichts zu verdanken hatten. Und doch entstand ihre Bewegung zur selben Epoche und sie machten sich denselben Grundsatz zu eigen: Den flüchtigen Eindruck eines Augenblicks festhalten.




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