Edgar Degas
Hortense Howland

Hortense Howland
Edgar Degas
Hortense Howland
1895
Silberabzug von Glasnegativ, Vergrösserung
H. 33,7; B. 16,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

Hortense Howland


Hortense Howland (1835-1920), geborene Louise-Marie Delaroche-Laperrière, ist die Gattin eines wohlhabenden Amerikaners, William Edgar Howland. Sie lebt von ihrem Gatten getrennt und verkehrt im Pariser Künstlermilieu. Sie unterhält eine rege Korrespondenz mit Eugène Fromentin, einem Schriftsteller und Maler, der sie aussichtslos liebt, verkehrt mit Degas, den Halévys, Maupassant und Proust.
Hortense Howland ist wie viele ihrer Zeitgenossen in den Jahren 1880 Amateurfotografin. Degas' durch das Theater inspirierte fotografische Inszenierungen sind gewiss ihrem Einfluss zu verdanken. Bevor Degas sich selbst fotografiert, organisiert er in Dieppe Tableaux vivants, an denen seine Freunde beteiligt sind und die der Lokalfotograf Walter Barnes vervielfältigt.

Etwas später wird sich Degas während des Jahres 1895 für die Fotografie begeistern. Er macht zahlreiche Aufnahmen von seinen Freunden – Gruppenporträts oder Einzelporträts – und spricht ausführlich darüber.
Während der Künstler normalerweise Hell-Dunkel-Effekte anstrebt, ist dieses Bild bei vollem Licht entstanden. Die grafische Wirkung kommt dieses Mal von der dunklen Silhouette des Modells, die sich von dem hellen Teppich an der Wand im Hintergrund abhebt. Das Bild ist sehr ungewöhnlich und unterscheidet sich deutlich von Degas' anderen fotografischen Werken.




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