Pierre-Ambroise Richebourg
Innenansicht des chinesischen Pavillons der Kaiserin

Innenansicht des chinesischen Pavillons der Kaiserin in Fontainebleau, Gesamtansicht
Pierre-Ambroise Richebourg (1810-vers 1875)
Innenansicht des chinesischen Pavillons der Kaiserin in Fontainebleau, Gesamtansicht
Zwischen 1863 und 1870
Albuminabzug auf Papier von Glasnegativ nach dem Trockenkollodiumverfahren
H. 27,5; B. 30 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt


Vue intérieure du pavillon chinois de l'impératrice à Fontainebleau, vue d'une des vitrines

Vue intérieure du pavillon chinois de l'impératrice à Fontainebleau, vue d'ensemble [Innenansicht des chinesischen Pavillons der Kaiserin in Fontainebleau, Gesamtansicht]


1863 lässt Kaiserin Eugenie im Erdgeschoss des Palastes von Fontainebleau vier Räume einrichten. In einem der Räume sollen die fernöstlichen Kunstgegenstände, die anlässlich der englisch-französischen Expedition im Jahr 1860 nach der Plünderung des Sommerpalastes aus China mitgebracht wurden, ausgestellt werden. Als die Beute aufgeteilt werden sollt, „äuβert die Armee spontan den Wunsch, alle kostbaren Gegenstände aus dem Kaiserpalast Seiner Majestät der Kaiserin zu schenken, unter deren Schutzherrschaft die Chinaexpedition gestanden hatte und die die für die Versorgung der Verletzten und Kranken erforderlichen Gegenstände zur Verfügung gestellt hatte“. Im Jahr 1861 bringen die chinesischen Botschafter, die in Fontainebleau empfangen werden, Geschenke für die französischen Herrscher mit. Die Objekte ergänzen die Sammlung des „Chinesischen Museums“.

Richebourgs Fotografien vermitteln eine genaue Vorstellung von der Ausstattung des Raums und der Präsentation der Gegenstände. Octave Feuillet, Bibliothekar in Fontainebleau, legt in seinen Briefen an seine Frau ausführlichen Bericht darüber ab. Bei der Umgestaltung des Saales wird das ursprüngliche Mobiliar entfernt und durch neue Vitrinen ersetzt. Das Museum war bis 1975 für die Öffentlichkeit zugänglich. In den Jahren 1984 bis 1991 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten vorgenommen, die die ursprüngliche Beschaffenheit des Ortes so getreu wie möglich wiederherstellten.




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