Henri Rivière
Der Eiffelturm – Maler an einem Knotenseil

Maler auf dem Eiffelturm
Henri Rivière (1864-1951)
Maler auf dem Eiffelturm
1889
Silberabzug von Glasnegativ
H. 12; B. 9 cm
© ADAGP, Paris - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La tour Eiffel - Peintre sur une corde à noeuds [Der Eiffelturm – Maler an einem Knotenseil]


Henri Rivière, der insbesondere für sein grafisches Werk bekannt ist, widmete sich der Fotografie von Mitte der 1880er Jahre bis etwa zum Ersten Weltkrieg.
Kurz vor Vollendung des Eiffelturms nimmt er eine Reihe von Bildern direkt vom Bauwerk aus auf. Seine Fotos sind wesentlich kleiner als die von Louis-Emile Durandelle, einem anderen Fotografen der Baustelle. Bei Durandelle sind die Arbeiter kaum sichtbar, Rivière indes zeigt sie mittels Aufnahmen aus der Vogel- und Froschperspektive bei ihrer Arbeit in den Metallstrukturen.

Rivière verwendet für seine Momentaufnahmen nicht die von der Firma Kodak 1888 kommerzialisierte Rollfilmkamera, sondern ein Holzmodell mit Balg, Rahmen und Platten, das leicht und einfach zu transportieren war. Dieses Material ermöglicht ihm eine sehr kühne Komposition. Vor seinem Objektiv werden die Arbeiter zu Akrobaten, zu gelenkigen Kletterern, die sich für die Aufnahmen ihm zuwenden. Der Fotograf begeistert sich nicht nur für die Menschen, die die Baustelle bevölkern, sondern für die Schönheit des Bauwerks, die Architektur, die räumlichen und visuellen Überraschungen, die es bereit hält.




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