Eugène Cuvelier
Toter Hase mit Knoblauch

Toter Hase mit Knoblauch
Eugène Cuvelier (1837-1900)
Toter Hase mit Knoblauch
Um 1860
Salzpapierabzug von Papiernegativ
H. 25; B. 14,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Patrice Schmidt

Nature morte au lièvre et gousses d'ail [Toter Hase mit Knoblauchzehen]


Eugène Cuveliers Vater, Adalbert Cuvelier (1812-1871), der selbst Amateurfotograf war, schildert 1854 in einem Artikel in der Zeitschrift La Lumière die für einen guten Fotografen erforderlichen Eigenschaften. Er sollte empfänglich für Malerei, Wirkung und Komposition sein und, wenn möglich, einen bedeutenden Maler zu Rate ziehen.
Ganz offensichtlich setzt Eugène diese Empfehlungen in seinen Landschaften, die Jean-François Millet sehr schätzt, und in seinen wenigen bekannten Stillleben um. Ende 1850 verwendet er noch das Papiernegativverfahren, das vor zwanzig Jahren entwickelt worden war und schon als überholt gilt. Diese Technik ist jedoch leicht und praktisch und ermöglicht dank der Durchdringung des Bildes bis in die Fasern des Papiers eine malerische Wirkung.
Wie könnte man angesichts dieses toten Hasen, dieses stillen, verinnerlichten Bildes nicht an Chardin denken, der diesem Motiv zahlreiche Gemälde widmete. Toter Hase mit Knoblauch ist ein Bild der Meditation, in das sich der Betrachter versenken kann. Es besticht durch seine Nüchternheit.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter