Paul Strand
Photograph - New York

Photograph – New York
Paul Strand (1890-1976)
Photograph – New York
1917
Fotomechanischer Abzug (Fotogravüre)
H. 22; B. 16,3 cm
© DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Photograph - New York


Paul Strand besuchte die Vorlesungen von Lewis Hine (1874-1940), einem der Begründer der sozialkritischen Fotoreportage. Er lernt Alfred Stieglitz kennen, der ihn mit der europäischen Avantgarde bekannt macht, die derzeit in seiner Galerie „291“ in New York ausgestellt wird. Stieglitz überzeugt ihn davon, dass sich die Fotografie nur dann zu einer eigenständigen Kunstgattung entwickeln kann, wenn sie ihre eigenen Charakteristika entfaltet und sich der Darstellung der Realität widmet. Dies veranlasst Strand, sich von seinen piktorialistischen Anfängen zu distanzieren. 1916 organisiert die Galerie „291" seine erste eigene Ausstellung und Stieglitz widmet die beiden letzten Ausgaben der Zeitschrift Camera Work der Arbeit Strands.

Der Fotograf widmet sich formalistischen Recherchen – er gilt heutzutage als der Begründer der unverfälschten Fotografie - und gesellschaftskritischen Darstellungen. Die Architektur und Gegenstände aus dem alltäglichen Leben inspirieren ihn zu abstrakt anmutenden Kompositionen, während er sich in seinen Großaufnahmen von unbekannten Personen, denen er auf der Straße begegnet, mit den Lebensbedingungen der Menschen auseinandersetzt.




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