Edgar Degas
Porträt mit Spiegel von Henry Lerolle und seinen beiden Töchtern Yvonne und Christine

Porträt mit Spiegel von Henry Lerolle und seinen beiden Töchtern Yvonne und Christine
Edgar Degas (1834-1917)
Porträt mit Spiegel von Henry Lerolle und seinen beiden Töchtern Yvonne und Christine
1895-1896
Albuminabzug von Glasnegativ nach dem Silberbromid-Gelatine-Verfahren, Vergrösserung von Tasset
H. 28,5 ; B. 37,5 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Portrait au miroir d'Henry Lerolle et de ses deux filles, Yvonne et Christine [Porträt mit Spiegel von Henry Lerolle und seinen beiden Töchtern Yvonne und Christine]


Im Bereich der Fotografie war Degas ein ebenso großer Erfinder, wie in den Bereichen der Malerei, der Bildhauerei und der Druckgrafik. 1895 wendet er sich für kurze Zeit, aber sehr intensiv dieser Technik zu. Seine Freunde, die ihm als Modell dienten, betonen alle die tyrannische, gründliche Sorgfalt, die er wie ein Regisseur jeder ihrer Haltungen widmete.

Diese Aufnahme entstand bei Lerolles, aber sie ist weit von einem einfachen Familienporträt entfernt. Die Personen ähneln Schlafwandlern und der hohe Spiegel unterstreicht das Unwirkliche des Raumes noch. Vielleicht ist es nur Spielerei, aber Degas taucht uns ganz in das symbolistische Universum, dem zu Anfang der 1890er Jahre die meisten der in des Malers Lerolle Salon verkehrenden Künstler wie Mallarmé, Debussy oder Maurice Denis anhingen.




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