Jules Richard
Porträt von Yvette Guilbert

Porträt von Yvette Guilbert, mit dem Spiegelbild des Fotografen
Jules Richard (1848-1930)
Porträt von Yvette Guilbert, mit dem Spiegelbild des Fotografen
Um 1900
Stereoskopie auf Glas, Vérascope Richard
H. 4,3; B. 4,3 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Porträt von Yvette Guilbert, mit dem Spiegelbild des Fotografen

Portrait d'Yvette Guilbert, avec reflet du photographe dans un miroir [Porträt von Yvette Guilbert, mit dem Spiegelbild des Fotografen]


Die Pariser Sängerin Yvette Guilbert, die unter anderem von Toulouse-Lautrec, Degas, Steinlen und Cappiello verewigt wurde, wurde hier von Jules Richard fotografiert. Er verwendet die von ihm konstruierte und 1893 unter dem Namen „Vérascope Richard” patentierte Kamera. Dieses Verfahren, das auf der Anfang 1850 erfundenen Stereoskopie beruht, ist für Amateurfotografen bestimmt und gibt laut seines Erfinders „die Perspektive und die Tiefenwirkung” genau wieder. Die Kamera ist sehr handlich und erfreut sich sofort großer Beliebtheit. Sie konnte sich bis 1930 halten.

Über den Verwendungszweck dieses Bildes sind keine genauen Informationen bekannt. Doch die nachdrücklich hervorgehobene Gegenwart des „fotografierenden Fotografen” Jules Richard im Mittelgrund des Bildes und das subtile Spiel der Spiegel, die die Tiefenschärfe verstärken, lassen vermuten, dass es für eine Werbekampagne bestimmt ist. Das Bild der Sängerin soll die Qualität des „Vérascope“ unterstreichen. Jules Richards Interesse für solche Kampagnen ist bekannt.




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