Anonyme
Rosa Palast

Rosa Palast, Wohnsitz des Grafen Robert de Montesquiou: Wasserbecken
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Rosa Palast, Wohnsitz des Grafen Robert de Montesquiou: Wasserbecken
Zwischen 1910 und 1913
Fotomechanischer Abzug (Heliogravüre)
H. 14; B. 9 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Palais rose, résidence du comte Robert de Montesquiou : la vasque [Rosa Palast, Wohnsitz des Grafen Robert de Montesquiou: Wasserbecken]


1906 erwirbt Graf Robert de Montesquiou-Fezensac (1855-1921) in Vésinet, in der Nähe von Paris, den rosa Palast. Der Bau, für den ganz offensichtlich der Große Trianon von Versailles als Vorbild gedient hatte und dessen Architekt nicht bekannt ist, war 1897 für den Reeder Schweitzer, einen Cousin des berühmten Arztes, errichtet worden. Anschließend ging er an einen hinduistischen Milliardär über, der ihn jedoch nie bewohnte.
In seinen Memoiren, Les pas effacés (1923), schildert Montesquiou seine Reaktion, als er den rosa Palast zum ersten Mal sah: „[...] wenn dieses unwahrscheinliche, unmögliche und doch so wirkliche Haus nicht morgen mein ist, sterbe ich!”. Vor seinem Einzug lässt der Graf umfassende Arbeiten ausführen: auf einem benachbarten Grundstück wird ein neues Gebäude für seine Bibliothek errichtet, das den Namen Hermitage erhält und in der Mitte des Gartens ein kleiner Säulenbau, der dem Liebestempel des Kleinen Trianon nachempfunden ist. Das dort befindliche berühmte Becken aus rosafarbenem Marmor soll angeblich Madame de Montespan und später Madame de Pompadour als Badewanne gedient haben. Heute ist dieses Becken wieder im Schloss von Versailles. Montesquiou erzählt, „das Wasser plätscherte darin und am Abend entstand im Schein des Lichtes unter der Kuppel der Eindruck eines von acht Säulen getragenen leuchtenden Pavillons in der Mitte dieser Landschaft”.




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