Gustave Le Gray
Unterholz am Bas-Bréau

Wald von Fontainebleau, Unterholz am Bas-Bréau
Gustave Le Gray (1820-1884)
Wald von Fontainebleau, Unterholz am Bas-Bréau
1852
Albuminabzug auf Papier von einem Negativ, das mit Wachs behandelt wurde
H. 25,9; B. 36,8 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Forêt de Fontainebleau, sous-bois au Bas-Bréau [Wald von Fontainebleau, Unterholz am Bas-Bréau]


Nachdem sich Gustave Le Gray im Sommer 1851 an der Mission héliographique beteiligt hatte – einer Auftragsarbeit im Rahmen derer auf Initiative der Ausschuss für historische Denkmäler Fotografien der bedeutendsten Monumente aufgenommen worden waren – führte der Fotograf 1852 und 1855/1857 zwei sehr gelungene Serien im Wald von Fontainebleau aus.
Während seiner Spaziergänge im Bas-Bréau stellt der Fotograf seine Dunkelkammer mitten auf dem Weg auf, wo ihn das durch das Blattwerk schimmernde Licht in seinen Bann zog.

Auf dieser weiträumigen Komposition, die sich durch die für Le Gray charakteristische klassische Strenge auszeichnet, schweift der Blick entlang des Wegs bis zur sonnendurchfluteten Lichtung. Diese Aufnahme, deren Landschaft auch auf Maler eine große Anziehungskraft ausübte, kommt an Sensibilität den Werken von Théodore Rousseau, dem Meister von Barbizon, gleich. Der Fotograf gleitet nie ins Pittoreske ab, weder Menschen noch Tiere stören dieses einfache doch majestätisch anmutende Naturschauspiel.




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