Jean-Charles Langlois
Der Malakoff Turm

Malakoff Turm
Colonel Jean-Charles Langlois (1789-1870), Léon Eugène Mehedin (1828-1905), Frédéric Martens (1809-1875)
Malakoff Turm
1855
Albumisierter Salzpapierabzug von Papiernegativ, retuschiert
H. 33,8; B. 32 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La tour Malakoff [Der Malakoff Turm]


Napoleon III. ist von den Abzügen, die Fenton auf der Weltausstellung 1855 in Paris präsentierte, so begeistert, dass er sein eigenes Team in die Krim schickt. Mitte November 1855 begeben sich Jean-Charles Langlois, ein Berufssoldat und Historienmaler, und ein junger Fotograf, Léon Méhédin, an Ort und Stelle.

Langlois ist auf die Darstellung großer militärischer Siege Frankreichs spezialisiert. Gewöhnlich fertigt er vorbereitende Skizzen an, doch dieses Mal realisiert er Negative vor Ort. Man könnte annehmen, dass das Ergebnis folglich realitätsgetreuer sein wird... das ist indes gar nicht so einfach.
Denn die Klischees werden unter schwierigen Umständen aufgenommen, die beiden Männer treffen nach der Belagerung von Sebastopol ein und befinden sich in einem wahren Wettlauf mit den Zerstörern. Die Negative werden im Juni 1856 nach Paris gebracht und von Frédéric Martens, dem Fotografen Napoleons III. entwickelt.

Das Musée d'Orsay besitzt die Gesamtheit der vierzehn Aufnahmen, die vom Malakoff Turm, dem wichtigsten Ort zur Verteidigung der Stadt, aufgenommen wurden und die einen kompletten Überblick über den Schauplatz vermitteln. Dieses Foto, das den Malakoff Turm, den symbolträchtigen Standort des Konflikts darstellt, legt indes Zeugnis davon ab, dass sich Langlois und Méhédin nicht nur auf die Darstellung des Kriegsschauplatzes beschränkten.




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