Marcus Sparling
Zouave 2nd Division

Zouave 2nd Division, Portrait of Roger Fenton
Marcus Sparling (1822-1860)
Zouave 2nd Division, Portrait of Roger Fenton
1855
Salzpapierabzug von Kollodium-Glasnegativ
H. 18,3; B. 15,4 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

Zouave 2nd Division, Portrait of Roger Fenton


Als Roger Fenton im März 1855 in Sebastopol ankommt, sind die klimatischen Bedingungen für die Verwendung von Kollodium-Nassplatten günstig. „Bis Frühlingsanfang waren die Lichtverhältinisse und die Temperaturen ideal für einen Fotografen“ berichtete er. Mit fortschreitender Jahreszeit wird das Licht intensiver, die Temperaturen wärmer, Fliegen stören den Fotografen, der die Militärchefs nun nur noch in den frühen Morgenstunden fotografieren kann: „Nach neun oder zehn Uhr ist es wegen der Hitze unmöglich zu arbeiten: die Korken fliegen aus meinen Flaschen, die Bilder werden beschädigt.“
Fenton ist bestrebt, die vielfältigen ethnischen Gruppen des alliierten Lagers darzustellen: Kroaten, Ägypter, Mazedonier, Zuave und algerische Turkos. Er selbst lässt sich von seinem Assistenten Marcus Sparling in der Uniform der Zuaven, eines Infanteriekorps, das 1831 in Algerien gegründet wurde und das sich im Krimkrieg besonders hervortat, fotografieren.
Fenton kehrt Ende Juni 1855 mit dreihundert Negativen nach London zurück, ohne den Fall von Sebastopol, der sich erst am 8. September 1855 ereignen sollte, erlebt zu haben. Ein anderer britischer Fotograf, James Robertson, begibt sich nach ihm in die Stadt, von der nach dreihundertvierzig Tagen Belagerung nicht mehr viel übrig ist. Mitte November sind die Franzosen Jean-Charles Langlois und Léon Eugène Méhédin an der Reihe.




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