Rosa Bonheur
Ackerbau in der Nièvre

Ackerbau in der Nièvre
Rosa Bonheur (1822-1899)
Ackerbau in der Nièvre
1849
Öl auf Leinwand
H. 134 cm; B. 260 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Labourage nivernais, dit aussi Le Sombrage [Ackerbau in der Nièvre]


Diese im Jahr 1849 entstandene Szene veranschaulicht die erste Ackerbestellung, die zu Beginn des Herbstes durchgeführt wird, um die Erde während des Winters zu durchlüften. Auf einer schönen, an einen bewaldeten Hang grenzenden hügeligen Ebene sind zwei Ochsengespanne zu sehen, die mit schweren Pflügen einen Acker bearbeiten. Einige Furchen sind schon gezogen.

Im Zentrum des Bildes befindet sich das Gespann der Charolais-Nivernais Ochsen, deren helles, rötliches und weißes Fell durch das helle, kalte Licht, das die ganze Szene umhüllt, besonders gut zur Geltung kommt. Es handelt sich in erster Linie um eine Tierszene mit den Ochsen als Hauptfiguren. Der Mensch spielt nur eine untergeordnete Rolle: der Ochsenhirt ist nur sehr klein dargestellt. Das Gemälde ist eine Hymne an die Feldarbeit, die in der Folgezeit der Revolution angesichts der in den Städten stattfindenden Greueltaten ganz besonders verherrlicht wird. Es drückt auch Anerkennung für die Provinz, wie hier die Nièvre, ihre landwirtschaftliche Tradition und ihre Landschaften aus.

Aus diesem Grund wurde das realistische Werk von den Kritikern nahezu einstimmig gerühmt. Der Staat, der es 1848 bei Rosa Bonheur für das Museum in Lyon in Auftrag gegeben hatte, zog vor, es in Paris im Musée du Luxembourg aufzubewahren. Nach dem Tod der Künstlerin, die es in Frankreich, England und insbesondere in den Vereinigten Staaten zu großem Ansehen gebracht hatte, ging das Gemälde vor dem Erwerb durch das Musée d’Orsay zuerst in die Sammlungen des Louvre ein.




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