Eugène Fromentin
Ansicht des Nils

Ansicht des Nils
Eugène Fromentin (1820-1876)
Ansicht des Nils
Nicht datiert
Öl auf Leinwand
H. 32,5; B. 41 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Vue du Nil [Ansicht des Nils]


Während sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zahlreiche Maler damit begnügen, einen imaginären Orient darzustellen, vermittelt Eugène Fromentin dank seiner Reisen nach Algerien und Ägypten eine authentischere Vorstellung dieser Gegend.
Diese friedliche Ansicht des Nils besticht durch ihren durchdachten Aufbau. Der Himmel nimmt zwei Drittel der Bildfläche ein, der Horizont fungiert als Trennlinie zwischen Himmel und Wasser. Das Gebäude rechts am Flussufer versperrt ganz unvermittelt den Blick. Die Lage im Schatten symbolisiert den Eingriff des Menschen in die natürlichen Gegebenheiten.
Die starren Linien werden durch die schräg im Bild verlaufenden Rahen der Feluken aufgelockert, denen das Gemälde seine malerische Wirkung verdankt. Die vornehmlich glanzlose, graue Farbgebung bildet einen Kontrast zu den früheren, farbenprächtigen Bildern Fromentins.

Der Artist beschäftigt sich nicht nur als Maler sondern auch als Schriftsteller mit dem Orient. 1857 und 1858 veröffentlicht er hintereinander Ein Sommer in der Sahara und Ein Jahr im Sahel.




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