Odilon Redon
Arï Redon mit Matrosenkragen

Portät von Arï Redon mit Matrosenkragen
Odilon Redon (1840-1916)
Portät von Arï Redon mit Matrosenkragen
Um 1897
Öl auf Karton
H. 18,8; B. 22,2 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Christian Jean

Portrait d'Arï Redon au col marin [Portät von Arï Redon mit Matrosenkragen]


Nach dem Tod ihres ersten Kindes ist Odilon Redon über die Geburt von Arï 1889 sehr beglückt: „Eine aufmerksame Zärtlichkeit umgab das einzige Kind, dessen Gegenwart im Hause große Freude verbreitete und das der Vater häufig porträtierte” (Roseline Bacou, Die Schenkung Arï und Susanne Redon, 1984).

Auf diesem Porträt von 1897 taucht das Kind auf der rechten Seite auf. Diese dezentrierte Darstellungsweise ist bei den jungen Nabis, die Redon schätzen und bewundern, sehr beliebt. Der für den Künstler typische verschwommene Hintergrund, der durch eine nicht auszumachende Pinselführung entsteht, verleiht dem Werk sein reines, liebevolles Gepräge. In einem Artikel, der 1912 in La Vie erschienen ist, schreibt Bonnard: „Ich bin voller Bewunderung für Odilon Redon. Was mich in seinem Werk am meisten erstaunt, ist die Verbindung von zwei nahezu gegensätzlichen Eigenschaften: die äußerst reine plastische Materie und die mysteriöse Ausdrucksweise”. Im selben Text fügt Maurice Denis hinzu, dass Redon „das Ideal der jungen Symbolisten war, unser Mallarmé”.

Dank Arï Redon und seiner Gattin Suzanne gingen Anfang 1980 zahlreiche Werke von Odilon Redon in die nationalen französischen Sammlungen ein.

Redon-Dossier




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter