Camille Corot
Fischer beim Netzeinholen

Fischer beim Netzeinholen
Camille Corot (1796-1875)
Fischer beim Netzeinholen
1871
Öl auf Leinwand
H. 66 cm; B. 82 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La levée des filets [Fischer beim Netzeinholen]


Corot ist sehr empfänglich für die Poesie stiller Gewässer wie Teiche und Bäche ländlicher Gegenden, die förmlich zur Meditation einzuladen scheinen. Auf dem Gemälde Fischer beim Netzeinholen spiegelt sich der silberhelle Wolkenhimmel im Bach. Wie gewöhnlich bringt Corot die Grauabstufungen durch einen Farbfleck verstärkt zur Geltung: das zartrosa Halstuch des Fischers im Vordergrund. Die strohgedeckten Häuschen in der Ferne und die winzigkleinen Spaziergänger, die am Fuß eines Baumes ruhen, künden von menschlicher Gegenwart. Doch die Landschaft steht im Mittelpunkt. Die verwischten, in Dunst gehüllten Formen bilden eine harmonische Einheit.
Rechts ragt eine Baumgruppe in den Himmel auf. Davor kann man das feine Astwerk einer Birke erkennen, deren dünner Strich im Zentrum das Gemälde gliedert. Die Ruhe und Melancholie, die von dem Bild ausgehen, sind charakteristisch für das Spätwerk des Malers.




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