Pierre Auguste Renoir
Tanz in der Stadt. Tanz auf dem Land

Tanz in der Stadt
Pierre Auguste Renoir (1841-1919)
Tanz in der Stadt
1883
Öl auf Leinwand
H. 180; B. 90 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR


Tanz auf dem Land

Danse à la ville [Tanz in der Stadt]. Danse à la campagne [Tanz auf dem Land].


Renoir begeisterte sich für Tanzszenen. Diese beiden Gemälde entstanden als Pendants: sie haben dasselbe Format, und die beiden Figuren, die fast lebensgroß sind, stellen zwei verschiedene, wenn nicht gegensätzliche Aspekte des Tanzes dar. Der eleganten Zurückhaltung der städtischen Tänzer, der kühlen Atmosphäre des Salons, in dem sie tanzen, steht die fröhliche Stimmung der ländlichen Tänzer im Freien gegenüber.

Hat das Paar, das von der Musik mitgerissen wird nicht einen Tisch in völliger Unordnung hinterlassen, eine Unordnung, die durch den auf den Boden gefallenen Hut im Vordergrund noch verstärkt wird. Die zahlreichen Gegensätze zwischen den beiden Bildern reichen bis zu den Farben: kalte Farben für das Kleid von Suzanne Valadon, das Modell von Tanz in der Stadt, warme Farben für die lachende ländliche Tänzerin Aline Charigot, Renoirs zukünftiger Gattin. Doch abgesehen von den Unterschieden scheinen die beiden Paare durch dieselbe Bewegung miteinander verbunden, als verkörperten sie eine Sequenz ein und desselben Tanzes.

Die Bilder wurden bei Durand-Ruel, dem sie lange gehören werden, ausgestellt und sind charakteristisch für die Entwicklung des Malers am Anfang der Jahre 1880. Die Zeichnung wird präziser und die einfache Palette kontrastiert mit den vibrierenden Pinselstrichen der früheren Gemälde. Renoir selbst gestand, dass das verstärkte Interesse für die Linie dem Drang nach Neuerung entsprach, nachdem er in Italien die Werke von Raffael bewundert hatte.




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