Claude Monet
Das Frühstück

Das Frühstück: Wandmalerei
Claude Monet (1840-1926)
Das Frühstück: Wandmalerei
Um 1874
Öl auf Leinwand
H. 160; B. 201 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Le déjeuner: panneau décoratif [Das Frühstück: Wandmalerei]


Mit Ausnahme folgender Werke wendet sich Monet nach 1870 von den großformatigen Bildern seiner Anfangszeit ab: Das anlässlich der zweiten impressionistischen Ausstellung 1876 als Wandmalerei präsentierte Frühstück und die zwischen 1876-1877 für die Dekoration des Schlosses von Rottenbourg in Montgeron gemalten Bilder für Ernest Hoschedé. Die Frage drängt sich auf, ob Hoschedé die Idee zur Dekoration seines Anwesens nicht beim Anblick von diesem Frühstück - im Atelier Monets oder auf der Ausstellung 1876 - kam.


Der Charme des Sujets entsteht insbesondere durch den direkten Eindruck, die einfache Anspielung auf familiäres Leben, von dem nur einige flüchtige Spuren zeugen. Der Tisch wurde nach dem Essen nicht abgeräumt. Der an einem Ast hängende Hut, die auf der Bank abgelegte Tasche und der Sonnenschirm scheinen vergessen worden zu sein. Im kühlen Schatten der Bäume spielt der kleine Jean Monet friedlich mit einigen Holzbrettern.
Wie auch bei anderen Bildern Monets kann hier eine Ähnlichkeit mit Vuillard und Bonnard festgestellt werden, die einige Jahre später gleiche Themen behandeln. Die „Nahaufnahme“ des auf halber Höhe präsentierten Anrichtetisches aus Weidenrute kontrastiert mit der weiblichen Figur in der rechten Bildhälfte und erinnert an bevorzugte Stilelemente der Nabis.




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