Vincent van Gogh
Das Restaurant de la Sirène

Das Restaurant La Sirène in Asnières
Vincent van Gogh (1853-1890)
Das Restaurant La Sirène in Asnières
1887
Öl auf Leinwand
H. 54; B. 65 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

Le restaurant de la Sirène à Asnières [Das Restaurant de la Sirène in Asnières]


Anlässlich seines Aufenthalts in Paris von März 1886 bis Februar 1888 wohnt Van Gogh bei seinem Bruder Theo im Norden der Stadt: zuerst in der Rue de Laval und ab Juni 1886 in der Rue Lepic. Im Unterschied zu manchen Impressionisten, die sich im Sommer die zwar relativ billige Fahrt aufs Land leisten können, bleibt Vincent nicht nur aus materiellen Gründen lieber in der Umgebung seines Wohnortes. In Asnières, einer Stadt am Seineufer unweit der Pariser Stadtmauer, malt und zeichnet er beispielsweise mehrere Ansichten von Brücken oder das hier präsentierte Restaurant de la Sirène.

Der Stil und das Motiv des Gemäldes lassen den Einfluss der Impressionisten erkennen, doch das Bild insgesamt weicht ein wenig davon ab. Es stellt eher die Fassade des Gebäudes als die geselligen Feste, die in ihren Räumen stattfanden, dar. Die Impressionisten, insbesondere Renoir, gaben gern die in den Restaurants herrschende Stimmung wieder.
Für Das Restaurant de la Sirène verwendet Van Gogh zwar eine Vielzahl an weiβen Farbtupfern, doch er setzt auch die übrige Farbpalette groβzügig ein. Der Maler Emile Bernard spielte zweifellos auf die Darstellung des Restaurants de la Sirène an, als er Vollard berichtet, dass Van Gogh in Paris unter anderem „schicke Restaurants mit bunten Markisen und Rosenlorbeer“ gemalt hatte. Auf diesem Gemälde setzt sich der impressionistische Einfluss zwar am deutlichsten durch, doch die zahlreichen parallelen Schraffierungen weisen auf einen eigenständigen Stil hin, der in Kürze voll zur Entfaltung kommen wird.




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