Georges Clairin
Der Brand der Tuilerien

Der Brand der Tuilerien
Georges Clairin ( 1843-1934)
Der Brand der Tuilerien
1871
Öl auf Leinwand
H. 48; B. 79 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

L'incendie des Tuileries [Der Brand der Tuilerien]


Dieses ungestüme Bild schildert den Brand der Tuilerien, eine Episode der Kommune. Angesichts des Vormarsches der Versailler Truppen in Paris fassen die Kommunarden am 24. Mai 1871 den Entschluss, die öffentlichen Symbole der Macht niederzubrennen. Der Tuilerien-Palast, der Rechnungshof (das Bauwerk stand da, wo sich heute das Musée d'Orsay befindet), das Finanzministerium, das Hôtel de Ville, usw. wurden in Brand gesetzt.

Clairin malte sein Bild aus der Perspektive der Ile de la Cité, am Ufer der Seine und an der Ecke der Conciergerie. Oben links kann man die große polychrome Uhr erkennen, die noch heute das Gebäude ziert. Am gegenüberliegenden Ufer hebt sich in der Ferne die düstere Silhouette der brennenden Tuilerien ab. Eine dicke, schwarze Rauchwolke steigt in den Himmel von Paris auf.
Im Vordergrund schwenkt inmitten der Toten und Verletzten eine Frau, die der Liberté von Delacroix entnommen scheint, eine Fahne in Richtung des brennenden Palastes, der Ruinen der Monarchie und des Kaiserreichs. Clairins Gemälde steht als Symbol für die Gewalt und den Schmerz dieser Episode in der Geschichte von Paris.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter