André Devambez
Der einzige über den Wolken fliegende Vogel

Der einzige über den Wolken fliegende Vogel
André Devambez (1867-1944)
Der einzige über den Wolken fliegende Vogel
1910
Öl auf Leinwand
H. 45; B. 68 cm
© ADAGP, Paris - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Le seul oiseau qui vole au-dessus des nuages [Der einzige über den Wolken fliegende Vogel]


1909 erhält Devambez den Auftrag, für die französische Botschaft in Wien zwölf Gemälde auszuführen. Als Motiv wählt er die neuesten Innovationen wie Zeppelin, Autorennen, Untergrundbahn, Telefon und Luftfahrt. Da Devambez das letztgenannte zum ersten Mal behandelt, holt er sich im Fliegerhorst von Mourmelon im Departement Marne Informationsmaterial. Noch bevor er mit den Bildern für Wien beginnt, veröffentlicht er in L'Illustration eine Zeichnung mit dem Titel Eindrücke von Mourmelon.
Einige Wochen später wird in L'Illustration, Der einzige über den Wolken fliegende Vogel auf einer Doppelseite in Farbe abgedruckt. In derselben Ausgabe wird ein poetischer Artikel über das Gemälde veröffentlicht. Der anonyme Autor schreibt, Devambez hätte, selbst wenn er sich persönlich an Bord einer dieser Maschinen befunden hätte, „keine genauere Schilderung des Schauspiels, das sich ihm darbot, geben können: der gewaltige, lichtüberflutete Vogel aus Chrom, der auf die flauschigen Schäfchenwolken einen blassen Schatten wirft, kaum dichter als der einer Libelle auf der Oberfläche eines ruhigen Gewässers“.

Nach 1910 stellt Devambez weiterhin Flugzeuge über Landschaften und Städten dar. Zudem fördert die Verwaltung der Beaux-arts diesen Malstil, in dem die Klassiker anklingen und der eine Vorstellung der Entwicklung der damaligen Welt und ihrer Technologien gibt. 1934 wird der Künstler auf Grund seines Interesses für das Flugwesen zum offiziellen Maler des neu gegründeten Ministeriums für Luftfahrt ernannt.




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