Théodore Rousseau
Der Teich neben der Straße

Der Teich neben der Straße, Bauernhof im Berry
Théodore Rousseau (1812-1867)
Der Teich neben der Straße, Bauernhof im Berry
Zwischen 1845 und 1848
Öl auf Leinwand
H. 34,5; B. 53,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La mare près de la route, ferme dans le Berry [Der Teich neben der Straße, Bauernhof im Berry]


Seit ihrer Begegnung im Atelier des Schweizer Malers Menn 1839 ist Rousseau mit Maurice Sand, dem Sohn der Schriftstellerin George Sand befreundet. Auf seinen Rat hin lässt er sich 1842 für einige Zeit im Indre nieder. 1847 hält sich Rousseau erneut in dieser Gegend des Berry auf, dieses Mal wurde er von George Sand persönlich nach Nohant eingeladen. Sie denkt daran ihre „Adoptivtochter” Augustine Brault mit dem Maler zu verheiraten. Der Plan scheitert zwar, doch Rousseau führt dort zwischen 1842 und 1847 zahllose Skizzen und Entwürfe aus, die er für verschiedene Gemälde wie beispielsweise Teich neben der Straße, Bauernhof im Berry verwenden wird.

Das Gemälde ist direkt der Tradition der holländischen Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts verpflichtet, die im 19. Jahrhundert in Frankreich sehr beliebt sind. Die Landschaftsauffassung von Rousseau und den meisten Künstlern seiner Generation wurde durch das Studium der Holländer geprägt. Doch Rousseau geht in seiner Beobachtungsgabe und seinem Streben nach Tiefe noch viel weiter. Er schafft eine „neue holländische Kunst”. Er führt zahlreiche kleine bukolische Landschaften dieser Art aus, die bei den Kunstliebhabern großen Anklang finden. Später wird er in Fontainebleau mehrmals den Feenteich in wesentlich dramatischeren Farbabstufungen malen.




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