Léon Frédéric
Die Lebensabschnitte des Arbeiters

Die Lebensabschnitte des Arbeiters
Léon Frédéric (1856-1940)
Die Lebensabschnitte des Arbeiters
Zwischen 1895 und 1897
Öl auf Leinwand (Triptychon)
Linker und rechter Flügel H. 163; B. 94,5 cm Mittelteil H. 163; B. 187 cm
© ADAGP, Paris - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Die Lebensabschnitte des Arbeiters
Die Lebensabschnitte des Arbeiters

Les âges de l'ouvrier [Die Lebensabschnitte des Arbeiters]


Das gesamte Werk von Léon Frédéric, einem symbolistischen Maler aus Brüssel, steht in der Tradition des flämischen Barocks. Er verwendet gern die Form des Triptychons, dessen Tafeln Scharen von Menschen in aussdruckstarken Gesten und Haltungen bevölkern, wie beispielsweise das dreiteilige Gemälde Die Lebensabschnitte des Arbeiters, auf dem unzählige Menschen dargestellt sind. Auf dem linken Flügel sind Männer bei schweren Arbeiten zu sehen; auf dem rechten Flügel sind Frauen mit ihren Kleinkindern beschäftigt. Auf dem Mittelteil strömen Kinder aus den Schulen, junge Leute aus Fabriken oder Baustellen.

Den Kontrapunkt dieser auf den Betrachter zuströmenden Menschenscharen bildet der Trauerzug – Symbol des unabwendbaren Endes einer jeden Existenz -, der im Mittelteil im Hintergrund in die entgegengesetzte Richtung zieht. Durch die roten Fahnen um den Leichenwagen wird eine Parallele zu den sozialen Forderungen am Ende des 19. Jahrhunderts gezogen, die von einigen der zeitgenössischen Künstler unterstützt wurden.

Die Zeichnung besticht durch die Verwendung eines silbrigen Lichts, das die Formen verstärkt zur Geltung bringt und den Raum noch belebter und überfüllter wirken lässt.




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