Pierre-Auguste Renoir
Die Schaukel

Die Schaukel
Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)
Die Schaukel
1876
Öl auf Leinwand
H. 92; B. 73 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

La balançoire [Die Schaukel]


Ein Mann, den man von hinten sieht, spricht mit einer, auf einer Schaukel stehenden Frau, ein Mädchen und ein Mann, der sich an einen Baumstamm lehnt, sehen zu. Renoir vermittelt uns das Gefühl, einem Gespräch beizuwohnen: Er hält wie mit einem Fotoapparat die Blicke fest, die sich auf den von hinten zu sehenden Mann richten. Die junge Frau wendet wie beschämt die Augen ab. Dieser Vierergruppe im Vordergrund antwortet eine Fünfergruppe im Hintergrund, die Renoir mit schnellen Strichen auf das Blatt geworfen hat.

Die Schaukel hat einiges mit dem Bild Bal du Moulin de la Galette gemeinsam. Beide wurden im Sommer 1876 gemalt. Edmond, der Bruder Auguste Renoirs und der Maler Goeneutte sowie Jeanne, ein junges Mädchen aus Montmartre, befinden sich ebenfalls unter den Tänzern des Moulin. Die gleiche sorglose Atmosphäre prägt die beiden Bilder. Wie beim Bal will Renoir vor allem das durch die Blätter durchdringende Sonnenflimmern einfangen. Das Vibrieren des Lichts wird durch helle Flecken hauptsächlich auf Kleidern und Boden wiedergegeben. Das war es, was den Kritikern besonders missfiel, als das Bild 1877 auf der impressionistischen Ausstellung gezeigt wurde. Nichts desto trotz fand Die Schaukel einen Käufer: Es handelt sich um Gustave Caillebotte, welcher auch Bal du Moulin de la Galette erwarb.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter