Claude Monet
Die Villen in Bordighera

Die Villen in Bordighera
Claude Monet (1840-1926)
Die Villen in Bordighera
1884
Öl auf Leinwand
H. 115; B. 130 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Les Villas à Bordighera [Die Villen in Bordighera]


Diese vortreffliche Malerei entstand, nachdem Manet bei seinem Aufenthalt in Italien 1884 das Mittelmeer entdeckt hatte. Sie wurde jedoch im Atelier in Giverny nach einem Gemälde kleineren Formats, das er vor Ort gemalt hatte (Villen in Bordighera, The Santa Museum of Art), ausgeführt.
Mit dieser Leinwand will Monet ein großes Wandgemälde für den Salon von Berthe Morisot ausführen. Anfang 1884 kündigt sie ihrer Schwester Edma an: „Allmählich habe ich Zutritt zum Kreis meiner impressionistischen Malerkollegen. Monet möchte mir unbedingt ein Wandgemälde für meinen Salon schenken. Du kannst dir vorstellen, dass ich es mit Freude annehme“.

Dieses Werk gibt das mediterrane Licht und die Faszination des Malers für die Natur dieser Gegend wieder. Er stellt hier den Garten von Herrn Morena dar, den er als „irdisches Paradies“ bezeichnet und „dieses einzigartige Anwesen [...] ein einmaliger, zauberhafter Garten, alle Pflanzen dieser Welt scheinen hier spontan und wild zu gedeihen: ein Gewirr aller Palmenarten...“ (an Alice Hoschedé, 5. Februar 1884).

Das Gemälde Villen in Bordighera repräsentiert die verschiedenen Aspekte von Monets Kunst. Das fast quadratische Format, das der Maler gern für Wandmalereien verwendet. Die erneute Bearbeitung im Atelier eines Motivs, das er vor Ort in Bordighera studiert hatte, kündet schon die folgenden „Serien“ an. Und natürlich bietet uns Monet mit dieser exotischen Landschaft eine Version seines Lieblingsthemas: der Garten.




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