Claude Monet
Das Manneporte bei Etretat

Das Manneporte bei Etretat, Spiegelungen auf dem Wasser
Claude Monet (1840-1926)
Das Manneporte bei Etretat, Spiegelungen auf dem Wasser
Um 1885
Öl auf Leinwand
H. 65,8; B. 81,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Etretat, la Manneporte, reflets sur l'eau [Das Manneporte bei Etretat, Spiegelungen auf dem Wasser]


Der Ort Etretat im Pays de Caux erweckt schon im Winter 1868-1869 Monets Interesse. Der Künstler wird zwischen 1883 und 1886 jedes Jahr hierher kommen. Wie so viele andere Maler, insbesondere Gustave Courbet, wird Monet von der malerischen Landschaft der Gegend angezogen. Sie dient ihm als Inspirationsquelle für rund fünfzig Gemälde.
Die Beschaffenheit „dieser hohen Felsen mit den sogenannten Toren“ (Maupassant, Adieu, 1884) verleiht der Landschaft ihren einzigartigen Charakter. Die größte der drei Öffnungen in den Felsen, das Manneporte, „ein riesiges Gewölbe, durch das ein Schiff fahren könnte“ (Maupassant, La Roche aux Guillemots, 1882), taucht nur auf zwei Bildern von Monet auf. Das Werk kann in Analogie zu dem anderen Gemälde mit identischen Dimensionen, das 85 signiert und datiert wurde: Das Manneporte, Ansicht von unten (Philadelphia Museum of Art), dem Jahr 1885 zugeordnet werden.

In dem selben Jahr trifft Monet häufig Maupassant, der in Etretat wohnt. Der Schriftsteller wählte den Ort als Rahmen für mehrere seiner Erzählungen und Novellen. Die Schilderungen des Schriftstellers entsprechen der Sensibilität des Malers. Diese Ansicht der Felsen veranschaulicht die Verbindung, die im 19. Jahrhundert zwischen der Literatur und der Malerei besteht und Monets Verbundenheit mit der normannischen Küste.
Die Studien der Felsen künden übrigens die Serien an, die der Künstler im Laufe der folgenden zehn Jahre ausführen wird.




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