Pierre-Auguste Renoir
Bananenfeld

Bananenfeld
Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)
Bananenfeld
1881
Öl auf Leinwand
H. 51,5; B. 63,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Champ de bananiers [Bananenfeld]


Ab Januar 1881 erwirbt der Kunsthändler Paul Durand-Ruel regelmäßig Gemälde von Renoir. Dank dieser Einkünfte kann der Maler nun Reisen unternehmen, die seine künstlerische Erfahrung bereichern. Zuerst fährt er nach Algerien auf den Spuren von Delacroix, den er sehr bewundert. Renoir Eindrücke dort sind so intensiv, wie die seines Vorbildes. Die Farben und die „unglaublich üppige” Natur inspirieren ihn zu einigen reinen Landschaftsbildern, von denen es in seinem Werk nur sehr wenige gibt.

Dieses Bananenfeld befindet sich im Garten von Essai von Hamma, der 1832 in Algier angelegt worden war. Dank der Froschperspektive kann man oberhalb der Blätter die jenseits der Bucht gelegenen Häuser von Algier, der weißen Stadt, erkennen. Standpunkt für dieses Bild war gewiss das erste Stockwerk eines Gebäudes.
Die üppige Vegetation nimmt gleich einem Wandbehang mit einem tropischen Motiv einen Großteil der Leinwand ein. Die wuchernden Blätter der Bananenstauden bringen lebhaftes Treiben in das Bild. Das Zusammenspiel der verschiedenen Farben wirkt dank Renoirs feinen, nahezu flockigen Pinselstrichs sehr harmonisch.
Bananenfeld wird 1895 auf dem Salon de la Société des peintres orientalistes präsentiert. Es zieht die Aufmerksamkeit der Kritiker auf sich. Die Chronique des arts erwähnt diese „einzigartige sonnendurchflutete” Landschaft anlässlich dieser Veranstaltung.




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