Henri Fantin-Latour
Französische Dichter an einem Tisch

Französische Dichter an einem Tisch
Henri Fantin-Latour (1836-1904)
Französische Dichter an einem Tisch
1872
Öl auf Leinwand
H. 160; B. 225 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Un coin de table [Französische Dichter an einem Tisch]


Französische Dichter an einem Tisch ist nicht nur ein Gruppenbildnis sondern auch Zeuge der Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts, insbesondere der Dichter des Parnasse. Am Tischende versammeln sich mehrere Männer nach einem Essen. Drei sind stehend dargestellt, von links nach rechts: Elzéar Bonnier, Emile Blémont, Jean Aicard. Fünf sind sitzend dargestellt: Paul Verlaine und Arthur Rimbaud, Léon Valade, Ernest d'Hervilly, Camille Pelletan. Alle bis auf einen sind schwarz gekleidet. Camille Pelletan ist kein Dichter sondern ein Politiker. Emile Blémont, den man in der Mitte erkennen kann, erwirbt das Gemälde und übergibt es 1910 dem Louvre.
Es fehlen wenigstens zwei Figuren: Charles Baudelaire, der 1867 starb und dem das Gemälde ursprünglich gewidmet war und Albert Mérat, der nicht in Gesellschaft der Rebellen Verlaine und Rimbaud dargestellt werden wollte. Angeblich wurde er durch einen Blumenstrauß ersetzt.

Den Kritikern erschien das Format dieses Gemäldes als zu groß: „Wer hat wohl Herrn Fantin-Latour dazu geraten, seinem Gemälde derartig theatralische und monumentale Ausmaße zu verleihen? … Der Widerspruch zwischen den ambitiösen Dimensionen der Leinwand und des Sujets wirkt langfristig enervierend“.




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