Claude Monet
Hôtel des roches noires. Trouville

Hotel des roches noires. Trouville
Claude Monet (1840-1926)
Hotel des roches noires. Trouville
1870
Öl auf Leinwand
H. 81; B. 58,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Hôtel des roches noires. Trouville


Während des Sommers 1870, am Vorabend des französisch-preußischen Kriegs, hält sich Claude Monet mit seiner jungen Gattin Camille, die er am 28. Juni geheiratet hat, in Trouville auf. Das Hotel des roches noires. Trouville zeigt ebenso wie die zahlreichen Gemälde von Eugène Boudin, der großen Einfluss auf den jungen Monet ausübte, die Aufenthalte der Großbourgeoisie im Seebad im Zweiten Kaiserreich. Das Werk trägt aber auch Monets eigene Handschrift, es ist ein hervorragendes Beispiel für die technische Kühnheit des Malers. Sein suggestiver, schneller Pinselstrich vermittelt den Eindruck, dass sich die Fahnen bewegen, und belebt den Himmel mit den verschwommenen Umrissen der Wolken. Das Hochformat betont den Kontrast zwischen der Standfestigkeit der Figuren auf der unteren Bildhälfte und Unbeständigkeit der Elemente im oberen Teil. Die Fahne im Vordergrund kommt durch die rot-weißen Streifen, die einen sehr freien Duktus erkennen lassen, besonders zur Geltung. Dieses Gemälde bringt man oft mit Proust in Verbindung, die von Monet dargestellte Gesellschaft ist jedoch mindestens um eine Generation älter als die des Schriftstellers, selbst wenn das Hotel des roches noires als eines der Vorbilder für das berühmte Hotel von Balbec diente.




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