Claude Monet
Jagdtrophäe

Jagdtrophäe
Claude Monet (1870-1926)
Jagdtrophäe
1862
Öl auf Leinwand
H. 104; B. 75 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Trophée de chasse [Jagdtrophäe]


Zu Beginn seiner Karriere schien Monet eine Vorliebe für Stillleben zu hegen. Wenn er auch nie völlig das Interesse daran verliert, so ist dieses Genre jedoch für sein weiteres Schaffen nicht von wesentlicher Bedeutung. Es stimmt allerdings, dass das Stillleben für junge Künstler des 19. Jahrhunderts, die am Anfang ihrer Karriere stehen, ein weniger kostspieliges Genre darstellt – sie müssen kein Modell bezahlen - als die Figurenmalerei.
Monet jedenfalls hält seine Stillleben für seine besten Studien, da er im Mai 1859 eines dieser Bilder dem Gemeinderat von Le Havre vorlegt, um ein Stipendium zu bekommen. Zwei weitere Stillleben zeigt er im selben Jahr dem Maler Troyon, um sein Können zu beweisen.

Dieses Werk demonstriert wahrhaftig das verblüffende Talent des Malers, wenn man bedenkt, dass Monet zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung war. Einflüsse und Vorbilder sind leicht erkennbar: Die Erinnerungen an Chardin und der üppige Stil von Troyon dominieren die Komposition. Im Salon 1859 begeisterte Monet sich für ein „sehr schönes Gemälde“ von Troyon und er schrieb an Boudin (Brief vom 3. Juni 1859): „Ein Hund mit einem Rebhuhn in der Schnauze... wunderschön, man kann das Fell nahezu riechen.“ Der sichere Aufbau und der kühne Umgang mit dem Material zeugen jedoch davon, dass Monet sich bereits zu diesem Zeitpunkt von seinen Vorbildern losgelöst hat.




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